Häufige Fragen zum Lerncoaching

Was unterscheidet Lerncoaching von Nachhilfe?

Nachhilfe ist stoffabhängig und kommt dann zum Einsatz, wenn Verständnisschwierigkeiten auftreten. Lerncoaching dagegen ist stoffunabhängig und zielt auf eine grundsätzlichere Verbesserung beim Lernen. Lerncoaching ist nicht auf einen längeren Zeitraum ausgelegt, sondern soll die richtigen Impulse für erfolgreiches Lernen setzen. Sollte Ihr Kind sehr viel Nachhilfe benötigen, ist Lerncoaching vermutlich die hilfreichere Variante – als nachhaltige Verbesserung des eigenständigen Lernens.

Was kann ich mir unter Ressourcenarbeit vorstellen?

Mit Ressourcen im Kontext Lernen sind in erster Linie innere Ressourcen gemeint, das heißt Fähigkeiten, Eigenschaften, die geistige Haltung und mentale Kräfte, die sich positiv auf den Lernerfolg auswirken. Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit Lernproblemen sind häufig nicht mehr in Kontakt mit ihren inneren Ressourcen und tragen oft bereits seit Jahren verfestigte negative und damit lernhinderliche Glaubenssätze (Beliefs) mit sich herum. Im Lerncoaching muss es deshalb auch darum gehen, diese einschränkenden Beliefs zu identifizieren, aufzulösen und den Glauben an die eigene Lernkompetenz zu stärken, denn die besten Lernstrategien werden tatsächlich wenig Nutzen bringen, wenn der Lernende nicht an sich selbst und seine Fähigkeiten glaubt.

Wieviele Sitzungen sind notwendig?

So pauschal kann diese Frage sehr schwer beantwortet werden. Grundsätzlich gilt, so wenige Sitzungen wie möglich, so viele wie nötig. So wenige wie möglich deshalb, weil Lerncoaching eine lösungsorientierte Methode ist, die den Coachee sofort zum selbständigen Umsetzen anleitet – ein guter Coach macht sich so schnell wie möglich wieder überflüssig. Eine Richtlinie im Lerncoaching für die Anzahl der Sitzungen ist etwa 2-5 pro problematischen Baustein, plus ein erstes Diagnosetreffen.

Wie kann ich mein Kind in diesem Prozess sinnvoll unterstützen?

Das kommt tatsächlich ganz auf die auftretenden Probleme und auch auf das Alter des Kindes an. Grundsätzlich kann ein begleitendes Elterncoaching sinnvoll sein, denn auch Eltern müssen oft erst lernen wie Lernen gut funktioniert – oder hinderliche Glaubenssätze loswerden. Welches Vorgehen für Sie sinnvoll ist, können wir in einem Gespräch gemeinsam herausfinden.